Krankheitsphasen

Die Prodromalphase
In der Prodromalphase treten erste Beschwerden auf, die jedoch oft erst im Nachhinein als Vorboten der eigentlichen Psychose eingeordnet werden können. Viele Betroffene ziehen sich dann in dieser Zeit vermehrt von anderen zurück, verlieren das Interesse an Arbeit, Ausbildung oder Freizeitaktivitäten, welche ihnen zuvor Freude bereitet haben. Leistungseinbrüche in der Schule oder im Studium sind oft die Folge. Betroffene sind durch Kleinigkeiten irritierbar, verhalten sich ungewöhnlich oder beginnen ihre Körperpflege zu vernachlässigen. Für Familienangehörige kann ein solches Verhalten schwer verständlich sein. Viele nehmen an ihr Familienmitglied mache grade eine „schwierige Phase“ durch, die auch wieder vorbei gehe.


Die akute Phase

In der Akutphase wird die Krankheit deutlich. Zum ersten Mal treten dann Plus-Symptome wie Wahn oder Halluzinationen auf. Meistens werden dann Angehörige oder andere Menschen aus dem sozialen Umfeld des Betroffenen aufmerksam, weil er oder sie sich merkwürdig verhält. In der Mehrzahl der Fälle kommt es dann zur Aufnahme in eine Klinik, wo die Symptome dann medizinisch behandelt werden können. Die Akutphase dauert in der Regel unter medizinischer Behandlung nur relativ kurz, d. h. einige Wochen an. Unbehandelt kann sie sich jedoch über Monate erstrecken.


Die Stabilisierungsphase

In der Stabilisierungsphase gehen die Plus-Symptome zurück und es kommt zu einer Beruhigung. Die Betroffenen fühlen sich dann sehr erschöpft und schlafen viel. Viele Betroffenen realisieren in dieser Phase, was während der akuten Psychose passiert ist und sind sehr verunsichert und irritiert darüber. Dies führt dann nicht selten zu Niedergeschlagenheit, Orientierungslosigkeit und Trauer. Am Ende der Stabilisierungsphase kann dann mit den Betroffenen die Entlassung aus der Klinik sowie die weitere Behandlung geplant werden.


Die stabile Phase

In dieser Phase ändert sich relativ wenig am Zustand der Betroffenen. Die meisten Patienten sind dann weiter frei von Plus-Symptomen. Die Minus-Symptome sind bei ca. 50 % noch über einen längeren Zeitraum vorhanden. Gedächtnis- und Konzentrationsprobleme gehen in der Regel nur langsam zurück.


Krisen

Krisen und Rückfälle können auch nach Jahren der Stabilität wieder auftreten. Meistens spielt Überforderung, Stress, eine Medikamentenumstellung oder ein verfrühter Absetzversuch der Medikation dabei eine Rolle