Krankheitssymptome- Eine Einordnung aus Sicht von Psychiatern und Psychologen

• Erlebnisse, die eine Bedeutung im Zusammenhang mit einer Erkrankung haben, werden als Symptom bezeichnet. Symptome sind die Zeichen einer Erkrankung.

• Probleme können in unterschiedlichen Lebensbereichen auftreten. Betroffen sind in der Regel Denken, Wahrnehmung, Aufmerksamkeit, motorisches Verhalten, die Stimmung sowie allgemeine Lebensbewältigung und -organisation eines Menschen.

• Im Vergleich zu vielen anderen psychischen Störungen gibt es kein zentrales Symptom, das alle Betroffenen erleben. Oft machen Patienten Erfahrungen mit einigen, sehr selten mit der gesamten Palette möglicher Symptome.

• Die Symptome, die bei psychotischen Störungen auftreten können, sind sehr vielfältig und unterschiedlich, so dass Fachleute versucht haben sie zusammenzufassen und zu ordnen.

• Generell unterscheiden Psychiater und Psychologen zwischen zwei Arten von Symptomen: Plus- und Minus-Symptomen (Manche sprechen auch von „Positiv- oder Negativsymptomatik“- damit ist dasselbe gemeint).

• Mit => Plus-Symptomatik ist gemeint, dass etwas zum üblichen Erleben hinzukommt, es besteht ein Mehr oder eine Verzerrung an Verhalten und Empfinden. Plus-Symptome treten in der Regel vermehrt während eines akuten Krankheitsschubes auf und klingen unter der richtigen Behandlung oft schnell wieder ab.
Zu den Plus-Symptomen gehören:

  • Überzeugung von ungewöhnlichen Sachverhalten (Wahn)
  • Sinnestäuschungen (Halluzinationen)
  • Fremdbeeinflussungserlebnisse („Ich-Störungen“)
  • Denk- bzw. Sprachstörungen

• Der Begriff => Negativ-Symptomatik wird verwendet um zu verdeutlichen, dass etwas fehlt, ein Zu wenig an Erleben vorliegt. Diese Art von Symptomen tritt meist schon lange (oft Jahre) vor den Plus-Symptomen auf und bleibt häufig auch unter Behandlung noch Monate bestehen.
Zu den Minus-Symptomen gehören:

  • Veränderung des Antriebs
  • Der Wunsch viel allein zu sein (sozialer Rückzug)
  • Konzentrations- und Gedächtnisschwierigkeiten
  • Veränderung von Gefühlen, (z. B. reduzierte Fähigkeit Freude zu empfinden)

• Neben den Plus- und Minus-Symptomen gibt es auch noch => zusätzliche Symptome, d. h. andere Zeichen der Krankheit, die nicht eindeutig in diese beiden Kategorien eingeordnet werden können, jedoch trotzdem häufig auftreten.
Dazu gehören z. B:

  • Anspannung und innere Unruhe
  • Schlaflosigkeit