Anliegen/Untersuchungsinteresse

Der „Forschungsverbund Psychotherapie Psychotischer Syndrome“ besteht aus einem Zusammenschluss von 8 kooperierenden Forschungseinrichtungen - Universitätskliniken für Psychiatrie und Psychotherapie - mit Zentren in Aachen, Bonn, Düsseldorf, Essen, Frankfurt, Köln, Leipzig und Tübingen.

Die zentrale Fragestellung der ersten Förderphase ist, ob durch störungsspezifische kognitive Verhaltenstherapie (KVT) eine Verbesserung von produktiver psychotischer Symptomatik (Wahnideen und Halluzinationen) erreicht werden kann und auf welche Weise dies geschieht. Dazu wird eine mulizentrische, randomisierte klinische Studie durchgeführt, die die Wirksamkeit und Wirkungsweise von Psychotherapie auf die Positivsymptomatik bei psychotischen Störungen untersucht. Psychotherapie soll dabei die pharmakologische Behandlung nicht ersetzen, sondern stellt eine ergänzende Behandlungsform dar.

Zusätzlich werden weitere Fragen untersucht, die relevant für das Verständnis von Psychosen und der Versorgung der Patienten sind. Vernetzt mit der Kernfragestellung nach der Wirksamkeit von Psychotherapie, sind Studien zur Evaluation von Ökonomieaspekten, zur Interaktion von neurobiologischen und psychosozialen Faktoren, zur Anwendbarkeit der o. g. Therapieform auf jüngere Patienten, sowie Detailanalysen zu Mediatoren und Moderatoren im psychotherapeutischen Prozess.